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Veränderung |
Datum/Zeit |
| 21,60 € |
22,50 € |
-0,90 € |
-4,00 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000A0S8488 |
A0S848 |
- € |
- € |
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HHLA Fließband statt Levante 26.05.2011
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848) unverändert mit "kaufen" ein.
Griechenland plane die Privatisierung von Seehafen-Terminals in Piräus und in Thessaloniki. Duisburg, Europas größter Binnenhafen, stehe vor der Veräußerung eines Drittelanteils durch den Bund. Die HHLA aber werde nicht mitbieten. Im Gegensatz zu anderen führenden Hafenbetreibern würden die Hamburger keine Strategie der regionalen Diversifikation verfolgen. Dabei mache die Ausweitung des Angebots auf mehrere Häfen, also die horizontale Expansion, vom Grundgedanken her Sinn. Mit dem spezifischen Prozess-Know how, über das die Logistiker der HHLA verfügen würden, hätten sich Effizienzvorteile auf andere Hafenbetriebe übertragen lassen. Jedoch finde sich das Unternehmen in komfortabler Position wieder, weil es über einen von den Reedereien mit hoher Präferenz bedienten Standort verfüge.
In den Kalkulationen der Transporte von und nach Zentral- und Nordosteuropa würden die Vorteile klar auf Seiten der HHLA-Infrastruktur liegen, heute wie perspektivisch. Eine Notwendigkeit zu regionaler Diversifikation bestehe weder aus dem Risiko- noch dem Kundenbindungs-Aspekt heraus. Doch abgesehen auch davon, dass die chinesische Großreederei Cosco (ISIN CNE1000002J7 / WKN A0M4XG) die Anlagen in Piräus betreibe und sich den Brückenkopf mit hohem Kapitaleinsatz zu sichern wisse, abgesehen davon, dass unter Führung des Hafenbetreibers von Rotterdam (Eigentümer: niederländischer Staat und Stadt Rotterdam) bereits ein Konsortium unmittelbar vor dem Zuschlag für die Kapazitäten in Duisburg stehe, gebe es für das Unternehmen bessere Kapitalverwendungen. Die HHLA sei Vorreiter der "Industrialisierung" des Seehafen-Hinterlandverkehrs.
Mit der Verzahnung der verschiedenen Glieder der Transportkette (vertikale Integration) verstärke die HHLA nochmals die verkehrsgeographischen Argumente zugunsten Hamburgs und erhöhe die innerhalb des Unternehmens erbrachte Wertschöpfung. Die wichtigste strategische Expansionsrichtung werde mit dem Ausbau der Transportkapazität per Eisenbahn beschritten. Die gute Kalkulierbarkeit der Schienenverkehrsströme ermögliche einen der Industrieproduktion entlehnten, standardisierten Fließbandprozess. An Zentren des Umschlagaufkommens in Deutschland sowie logistischen Knotenpunkten für Zentralosteuropa werde ein Netzwerk mit Verteiler-Terminals geschaffen. Seehäfen und Hinterlandstandorte würden durch in festen Takten, oft mehrmals täglich operierende Shuttle-Services verbunden.
Durchschnittlich 76-mal die Woche werde die Achse Hamburg-Prag bedient. Im polnischen Posen werde, ähnlich wie zuvor in Kattowitz, aktuell das Netz um einen neuen Hub-Terminal erweitert. Für die Erschließung des Bundesgebietes mit bis zu zehn Standorten bestehe eine Kooperation der Wettbewerber HHLA und Eurogate. Die in der Gegenwart geschaffene Hochleistungsinfrastruktur werde langfristig die Position der Nordrange-Häfen gegenüber den Mittelmehrstandorten (Neapel, Genua, Marseille, Barcelona, Valencia) zementieren, wenngleich es nicht dabei bleiben müsse, dass selbst die Hälfte der für Mailand bestimmten Container in Häfen nördlich der Alpen abgeladen würden.
Perspektivisch biete der Verkehrsinfrastruktur-Titel der HHLA ein hohes Maß sowohl an Dynamik wie substanzgebundener Sicherheit. Und kurzfristig steche das Unternehmen den Wettbewerb aus: Die Erwartungen an Q1 seien hinsichtlich Containerumschlag (+32% zum Vorjahr) und Umsatz sehr deutlich übertroffen worden. Die Wachstumsvorgabe für das Gesamtjahr habe das Management im Rahmen der Quartalspräsentation auf +10% bis +15% angehoben. Auf Ergebnisebene schreite die HHLA derzeit ebenfalls erfolgreich voran, wenngleich die Marktprognosen für Q1 nur bei Herausrechnung einer einmaligen Neubewertung von Abbruchverpflichtungen erreicht worden seien.
Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen das Anlageurteil "kaufen" für die HHLA-Aktie und das Kursziel von 40 EUR. (Analyse vom 26.05.2011) (26.05.2011/ac/a/d)
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